Beim Health-Netzwerk-Treffen von „365 Sherpas“ hatte ich die Gelegenheit, mit rund 50 Vertreterinnen und Vertretern aus der Gesundheitsbranche ins Gespräch zu kommen. Die zentrale Frage des Abends lautete: Wie viel Systemwechsel verträgt unser Gesundheitswesen?
Der demografische Wandel, ein zunehmender Fachkräftemangel und wachsende Finanzierungsproblemestellen unser bisheriges System infrage. Es reicht nicht mehr, an einzelnen Stellschrauben zu drehen – wir müssen strukturell denken.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Stärkung des Primärarztsystems. Eine kluge Steuerung über Hausärztinnen und Hausärzte kann Versorgung effizienter und patientenzentrierter machen. Gleichzeitig müssen wir Prävention konsequenter in den Mittelpunkt rücken. Krankheiten frühzeitig zu verhindern, ist nicht nur medizinisch sinnvoll, sondern auch gesellschaftlich und ökonomisch geboten.

