Der 1. Dezember erinnert uns jedes Jahr daran, dass HIV keine Geschichte aus den 80ern ist. Dank großer medizinischer Fortschritte können Menschen mit HIV heute bei guter Therapie ein ganz normales Leben führen. Mit dem globalen 95-95-95 Zielen stehen wir kurz davor, die Pandemie zu überwinden: 95 % aller Infizierten sollen ihren Status kennen, 95 % von ihnen Zugang zu einer Therapie erhalten, und bei 95 % der Behandelten soll die Viruslast unter der Nachweisgrenze liegen.
Doch dieser Fortschritt bleibt fragil. Weltweit geraten Hilfsprogrammezunehmend unter Druck, und Therapieunterbrechungen könnten für viele Betroffene lebensbedrohlich werden. Besonders gefährdet sind Länder mit mittlerer HIV-Verbreitung – darunter Teile Westafrikas, einige asiatische Staaten sowie Länder in Osteuropa.
Der Welt-AIDS-Tag ist für mich ein wichtiger Anlass, daran zu erinnern: HIV ist noch da. Wir haben heute die Mittel, die Pandemie zu beenden – aber nur, wenn wir jetzt nicht nachlassen.

